Gelesen: Kennen Sie schon Effilee, das neue Foodmagazin?
„Magazin für Essen und Leben“ – so nennt sich das neue Foodmagazin Effilee im Untertitel. Schon beim ersten Durchblättern wird deutlich, dass es sich nicht in erster Linie um ein Rezeptheft handelt: Lange Lesestrecken wechseln sich mit opulenten Bildern ab; es sind auf jeden Fall mehr Menschen als Teller zu sehen. Thematisch wird ein weiter Bogen gespannt, vom noblen Landhaus Scherrer an der Hamburger Elbchaussee bis hin zu Biobauern in Ecuador.
Neben interessanten Geschichten werden wissenschaftliche Grundlagen erklärt oder auch einfach mal kommentarlos ein eingedeckter Tisch auf einer Doppelseite abgebildet. Dazwischen gibt es Portraits eines Schokoladenhändlers und eines Kochbuchverlegers, persönliche Erfahrungsberichte mit „Getrunkenen Flaschen“ und eine Seite über das alltägliche Essen einer Familie in Japan. Die Gestaltung ist klar und zurückgenommen, mit dem Blick für das Ganze und mit Liebe zum Detail.
Effilee ist aus dem gleichnamigen Internetportal hervorgegangen, das seit 2004 online ist, bis 2007 unter dem Namen Kochpiraten. Herausgeber ist Vijay Sapre.
Der Begriff Effilee stammt übrigens aus dem Französischen; so wird Geflügel bezeichnet, das gerupft aber mit Kopf, Füßen und Innereien in den Handel kommt. In Frankreich ist das noch häufig anzutreffen, der Vorteil liegt zum einen in der längeren Haltbarkeit und zum anderen darin, dass man Rückschlüsse auf die Haltung ziehen kann. Anders als Käfighühner haben Tiere, die im Freien aufgezogen wurden, nämlich ansehnliche, gesunde Füße.
Insgesamt ein gelungener Mix aus lesenswerten Berichten, exklusiven Rezepten und eindrucksvollen Fotos. Das Magazin erscheint zweimonatlich und ist für € 6,80 (D) im Zeitschriftenhandel oder direkt bei www.effilee.de erhältlich. Mir gefällts.




Heidi
6. Jan 2010
Ich hatte dieses Magazin neulich auch zum ersten Mal in Händen und dachte, es wird nichts neues zu bieten haben. Aber: Es ist sehr hochwertig in Aufmachung und Inhalt. Meiner Meinung nach etwas besonderes!